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COVID-19
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, Dr. S. Witteck

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Häufig gestellte Fragen und Antworten zur COVID-19 Impfung
Kann man sich impfen lassen, wenn man bereits an COVID-19 erkrankt war?
Eine Impfung sollte frühestens 4 Wochen nach einem Corona-Antikörpernachweis gegeben werden, bei einer mittels PCR nachgewiesenen Infektion sollte die Impfung in einem Mindestabstand von 3 Monaten zu der Infektion erfolgen. Eine einzelne Impfstoffdosis wird hier als ausreichend angesehen (Ausnahme evtl. Personen mit einer Immunschwäche: Hier können im Einzelfall zwei Impfdosen sinnvoll sein).
Können sich Schwangere gegen COVID-19 impfen lassen?
Seit September 2021 empfiehlt die STIKO die COVID-19 Impfung für Schwangere, möglichst im zweiten Schwangerschaftsdrittel. Es sollte hierfür der mRNA-Impfstoff Comirnaty® verwendet werden.
Können Kinder und Jugendliche gegen COVID-19 geimpft werden?
Für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren mit Vorerkrankungen wird eine COVID-19 Impfung mit dem Impfstoff Comirnaty® bestehend aus 3 Impfdosen empfohlen. Der Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfung sollte 3 Wochen und der Abstand zwischen zweiter und dritter Impfung 8 Wochen betragen. Außerdem empfiehlt die STIKO die Impfung für 5 – 11-jährige Kinder mit 2 Impfdosen bei Vorliegen von bestimmten Vorerkrankungen. Für gesunde Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren wird das Verabreichen einer einzelnen Impfstoffdosis empfohlen. Die Impfung sollte bevorzugt mit dem Impfstoff Comirnaty® erfolgen, alternativ kann der Impfstoff Spikevax® genutzt werden.
Für alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren gilt eine allgemeine Impfempfehlung, es werden hier die üblichen 2 Impfdosen gegeben. Für die Impfung von Personen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren wird die Verwendung des mRNA-Impfstoffs Comirnaty® oder des proteinbasierten Impfstoffs Nuvaxovid® empfohlen.
Können Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gegen COVID-19 geimpft werden?
Die bislang in Deutschland verfügbaren Impfstoffe sind als Totimpfstoffe einzuordnen. Das bedeutet, dass es im Körper zu keiner Vermehrung eines infektionsfähigen Krankheitserregers kommt. Die Gabe von Totimpfstoffen gilt auch bei Personen mit geschwächtem Immunsystem als sicher. Es kann allerdings sein, dass die Wirksamkeit der Impfung verringert ist.
Ist eine Auffrischimpfung gegen COVID-19 erforderlich?
Hinweis: Seit September 2022 sind an die Omikron-Variante angepasste mRNA-Impfstoffe verfügbar, die gemäß der Empfehlung der STIKO bevorzugt für Auffrischimpfungen verwendet werden sollten. Der angepasste Impfstoff Comirnaty® wird für Personen ab dem Alter von 12 Jahren empfohlen, Personen ab dem Alter von 30 Jahren können alternativ den angepassten Impfstoff Spikevax® erhalten. Auffrischimpfungen von 5 - 11-jährigen Kindern sollen mit dem ursprünglichen Impfstoff erfolgen.
Es gilt die allgemeine Empfehlung für eine Auffrischimpfung für alle Personen ab 12 Jahren. Die Auffrischimpfung soll grundsätzlich mit einem mRNA-Impfstoff und in der Regel frühestens 6 Monate nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen. Auch Personen, die vor oder nach ihrer Grundimmunisierung eine SARS-CoV-2 Infektion durchgemacht haben, sollen eine Auffrischimpfung erhalten.
Für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 11 Jahren gilt: Bei Vorliegen von Vorerkrankungen soll auch hier eine Auffrischimpfung nach 6 Monaten gegeben werden. Gesunde Kinder erhalten keine Auffrischimpfung.
Für bestimmte Personen wird eine zweite Auffrischimpfung empfohlen. Hierzu gehören:
  • Personen über 60 Jahre;
  • Personen mit einer Immundefizienz ab dem Alter von 5 Jahren;
  • Bewohner in Pflegeeinrichtungen sowie Personen, die sich in Einrichtungen der Eingliederungshilfe aufhalten und ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 haben;
  • Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen mit direktem Patientenkontakt;
  • Personen ab dem Alter von 5 Jahren, die aufgrund einer Vorerkrankung ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 haben.
Zu den relevanten Vorerkrankungen zählen dabei z.B. chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, des Herz-Kreislauf-Systems, der Leber, der Niere, chronische neurologische Erkrankungen, Diabetes mellitus, eine HIV-Infektion oder eine Immundefizienz.
Die zweite Auffrischimpfung sollte wiederum in einem Abstand von 6 Monaten zur ersten erfolgen, ausgenommen bei Patienten mit einer Immundefizienz. In dem Fall ist die zweite Auffrischimpfung bereits nach 3 Monaten empfohlen.
Für besonders gefährdete Personen (Hochbetagte, Personen mit Immundefizienz) kann ggf. eine dritte Auffrischung sinnvoll sein, dies sollte individuell mit dem Arzt besprochen werden.
Können Geimpfte das Virus weiterhin übertragen?
Wissenschaftliche Daten deuten darauf hin, dass das Risiko einer Virusübertragung durch vollständig geimpfte Personen stark verringert ist. Eine Übertragung kann aber nicht komplett ausgeschlossen werden, sie ist in seltenen Ausnahmefällen möglich.

Quellen:
  • Robert Koch-Institut (RKI)
  • Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel


Aktualisiert am 24.11.2022, erstellt am 13.01.2021


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