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COVID-19
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, Dr. S. Witteck

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Häufig gestellte Fragen und Antworten zur COVID-19 Impfung
Kann man sich impfen lassen, wenn man bereits an COVID-19 erkrankt war?
Eine Impfung sollte frühestens 4 Wochen nach einem Corona-Antikörpernachweis gegeben werden, bei einer mittels PCR nachgewiesenen Infektion sollte die Impfung in einem Mindestabstand von 3 Monaten zu der Infektion erfolgen. Eine einzelne Impfstoffdosis wird hier als ausreichend angesehen (Ausnahme evtl. Personen mit einer Immunschwäche: Hier können im Einzelfall zwei Impfdosen sinnvoll sein).
Können sich Schwangere gegen COVID-19 impfen lassen?
Seit Anfang September empfiehlt die STIKO die COVID-19 Impfung für Schwangere, möglichst im zweiten Schwangerschaftsdrittel. Es sollte hierfür der mRNA-Impfstoff Comirnaty® verwendet werden.
Können Kinder und Jugendliche gegen COVID-19 geimpft werden?
Die STIKO empfiehlt die Impfung für 5 – 11-jährige Kinder mit den üblichen 2 Impfdosen bei Vorliegen von bestimmten Vorerkrankungen oder für den Fall, dass sich im Umfeld des Kindes Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19 Verlauf befinden, die selbst nicht durch eine Impfung geschützt werden können. Für gesunde Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren wird das Verabreichen einer einzelnen Impfstoffdosis empfohlen. Die Impfung sollte bevorzugt mit dem Impfstoff Comirnaty® erfolgen (zugelassen ab dem Alter von 5 Jahren), alternativ kann der Impfstoff Spikevax® genutzt werden (zugelassen ab dem Alter von 6 Jahren).
Für alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren gilt eine allgemeine Impfempfehlung, es werden hier die üblichen 2 Impfdosen gegeben. Für die Impfung von Personen im Alter zwischen 12 und 30 Jahren wird die Verwendung von Comirnaty® empfohlen.
Können Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gegen COVID-19 geimpft werden?
Die bislang in Deutschland verfügbaren Impfstoffe sind als Totimpfstoffe einzuordnen. Das bedeutet, dass es im Körper zu keiner Vermehrung eines infektionsfähigen Krankheitserregers kommt. Die Gabe von Totimpfstoffen gilt auch bei Personen mit geschwächtem Immunsystem als sicher. Es kann allerdings sein, dass die Wirksamkeit der Impfung verringert ist.
Ist eine Auffrischimpfung gegen COVID-19 erforderlich?
Es gilt die Empfehlung für eine Auffrischimpfung für alle Personen ab 12 Jahren. Bevorzugt sollten folgende Personen geimpft werden:
  • Personen über 70 Jahre;
  • Bewohner und Betreute in Altenpflegeeinrichtungen;
  • Personal in der Altenpflege oder in anderen Pflegeeinrichtungen mit Kontakt zu Menschen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19 Verlauf haben;
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt;
  • Personen mit einer Immundefizienz.
Die Auffrischimpfung soll grundsätzlich mit einem mRNA-Impfstoff und in der Regel frühestens 3 Monate nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen. Auch Personen, die vor oder nach ihrer Grundimmunisierung eine SARS-CoV-2 Infektion durchgemacht haben, sollen eine Auffrischimpfung nach 3 Monaten erhalten.
Für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren gilt: Bei Vorliegen von Vorerkrankungen soll die Auffrischimpfung nach 3 Monaten erfolgen, bei Gesunden im Abstand von 3 bis 6 Monaten.
Für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 11 Jahren gilt: Bei Vorliegen von Vorerkrankungen soll die Auffrischimpfung nach 6 Monaten gegeben werden, bei einer bestehenden Immundefizienz bereits nach 3 Monaten. Gesunde Kinder erhalten keine Auffrischimpfung.
Personen ab dem Alter von 70 Jahren, Bewohnern und Betreuten in Pflegeeinrichtungen sowie Personen mit einer Immundefizienz wird eine zweite Auffrischimpfung in einem Abstand von 3 Monaten zur ersten Auffrischung empfohlen. Personal in medizinischen Einrichtungen oder Pflegeeinrichtungen sollte nach 6 Monaten eine zweite Auffrischungsimpfung erhalten.
Können Geimpfte das Virus weiterhin übertragen?
Wissenschaftliche Daten deuten darauf hin, dass das Risiko einer Virusübertragung durch vollständig geimpfte Personen stark verringert ist. Eine Übertragung kann aber nicht komplett ausgeschlossen werden, sie ist in seltenen Ausnahmefällen möglich.

Quellen:
  • Robert Koch-Institut (RKI)
  • Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel


Aktualisiert am 10.06.2022, erstellt am 13.01.2021


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