Mitglied im Vaccine Safety Net der WHO


Impfungen von A bis Z > Impfungen von A-Z > COVID-19

COVID-19
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, Dr. S. Witteck

DruckversionZu Favoriten hinzufügen
Häufig gestellte Fragen und Antworten zur COVID-19 Impfung
Sollte man sich impfen lassen, wenn man bereits an COVID-19 erkrankt war?
Nach einer durchgemachten COVID-19 Erkrankung besteht vermutlich für eine gewisse Zeit erst einmal ein Schutz gegen eine erneute Infektion. Eine Impfung sollte frühestens 6 Monate nach der Genesung gegeben werden, eine einzelne Impfstoffdosis wird hier als ausreichend angesehen. Bei einer asymptomatischen Infektion kann die Impfung (ebenfalls als Einzeldosis) ab 4 Wochen nach der Diagnose erfolgen.
Sollten sich Schwangere gegen COVID-19 impfen lassen?
Die in Deutschland bereits verfügbaren Impfstoffe wurden für die Zulassung nicht bei Schwangeren getestet, sodass es hierzu bislang keine umfangreichen Studien gibt. Aufgrund dessen wird die Impfung für Schwangere nicht generell empfohlen. Das bedeutet nicht, dass sie für die Schwangere bzw. das Ungeborene gefährlich wäre. Erste Studiendaten aus den USA belegen eine hohe Sicherheit und Effektivität der Impfstoffe bei Schwangeren. Besteht bei der werdenden Mutter ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung, bspw. aufgrund einer Vorerkrankung, so kann unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko eine Impfung erfolgen.
Können Kinder und Jugendliche gegen COVID-19 geimpft werden?
Ende Mai wurde die Zulassung des mRNA-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer auf Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren erweitert. Aufgrund der wenigen Daten zur Verträglichkeit der Impfung bei Jugendlichen empfiehlt die STIKO die Impfung bei 12 – 17-Jährigen bislang nur bei Vorliegen von Vorerkrankungen oder für den Fall, dass sich um Umfeld des impfwilligen Jugendlichen Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19 Verlauf befinden. Da der Impfstoff jedoch ab dem vollendeten 12. Lebensjahr zugelassen ist, können Jugendliche ohne Vorerkrankungen nach ärztlicher Aufklärung und Risikoakzeptanz problemlos geimpft werden. Bei Vorliegen ausführlicher Daten möchte sich die STIKO erneut zu diesem Thema beraten.
Können Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gegen COVID-19 geimpft werden?
Die bislang in Deutschland verfügbaren Impfstoffe sind als Totimpfstoffe einzuordnen. Das bedeutet, dass es im Körper zu keiner Vermehrung eines infektionsfähigen Krankheitserregers kommt. Die Gabe von Totimpfstoffen gilt auch bei Personen mit geschwächtem Immunsystem als sicher. Es kann allerdings sein, dass die Wirksamkeit der Impfung verringert ist.
Ist eine Auffrischimpfung gegen COVID-19 erforderlich?
Derzeit ist noch nicht bekannt, wie lange der Impfschutz gegen COVID-19 anhält. Somit können auch über die Notwendigkeit und den Zeitpunkt von Auffrischimpfungen noch keine verbindlichen Aussagen getroffen werden. Es ist aber davon auszugehen, dass eine Auffrischung notwendig sein wird.
Können Geimpfte das Virus weiterhin übertragen?
Wissenschaftliche Daten deuten darauf hin, dass das Risiko einer Virusübertragung durch vollständig geimpfte Personen stark verringert ist. Eine Übertragung kann aber nicht komplett ausgeschlossen werden, sie ist in seltenen Ausnahmefällen möglich.

Quellen:
  • Robert Koch-Institut (RKI)
  • Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel


Aktualisiert am 23.07.2021, erstellt am 13.01.2021


1  2  3