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Keuchhusten (Pertussis)
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek

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Wie verläuft die Krankheit?
Die Keuchhusten-Erreger verursachen eine Infektion der Atemwege, die über mehrere Wochen bis Monate anhalten kann. Früher waren hauptsächlich Kinder von der Krankheit betroffen, in den letzten Jahren erkrankten vermehrt auch Jugendliche an Keuchhusten.
Der Krankheitsverlauf des kindlichen Keuchhustens wird in drei Stadien eingeteilt. Die erste Phase, die etwa 1 bis 2 Wochen anhalten kann, ist durch ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Husten, Schnupfen, Abgeschlagenheit und eventuell leichtem Fieber gekennzeichnet. In der zweiten Phase kommt es zu keuchenden Hustenattacken, bei denen typischerweise die Zunge hervorgestreckt wird. Die Erkrankten würgen dabei meist einen glasigen Schleim hervor und erbrechen außerdem sehr häufig. Die quälenden Hustenanfälle treten vermehrt nachts auf. Nach etwa 6 bis 10 Wochen klingt die Krankheit in der Regel wieder langsam ab (3. Phase).
Die meisten Komplikationen, wie z.B. Lungen- und Mittelohrentzündung, treten bei Säuglingen auf. Während Keuchhusten für Säuglinge sogar tödlich sein kann, bleiben bei Jugendlichen und Erwachsenen die typischen Hustenattacken meist aus, sie nehmen den Keuchhusten oft sogar nur als normalen, lang anhaltenden Husten wahr.
Wie wird die Krankheit übertragen?
Der Krankheitserreger des Keuchhustens (Bordetella pertussis) wird durch Tröpfchen, z.B. beim Sprechen oder Husten, von erkrankten Personen übertragen. Keuchhusten ist sehr ansteckend, sodass eine Übertragung auch noch bei einem Abstand von 1 Meter möglich ist.
Steckbrief Keuchhusten
Erreger:
Bakterium
Bakterium (Bordetella pertussis)
Übertragung:
aerogen
aerogen (Tröpfcheninfektion)
Schutz:
Impfung
Impfung

Quellen:
  • Robert Koch Institut (RKI). Epidemiologisches Bulletin, Ausgaben: 30/2010, 33/2009
  • Hellenbrand W, Ellsäßer G, Stange G, Littmann M, Beier D, Jensen D, Oppermann H, Wirsing von König CH, Meyer C, Reiter S. The Epidemiology of Pertussis in Germany. BMC Infectious Diseases 2009, 9:22
  • Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über Schutzimpfungen nach § 20d Abs. 1 SGB V (Schutzimpfungs-Richtlinie/SI-RL).15. Oktober 2009
  • Fachinformation der in Deutschland verfügbaren Impfstoffe. Rote Liste® Service GmbH


Aktualisiert am 20.12.2018, erstellt am 28.11.2007


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