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Inhaltsstoffe?
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Zusätzliche Bestandteile
Aluminiumsalze oder andere Aluminiumverbindungen dienen als sog. Adjuvans, das eine Verstärkung und eine verlängerte Dauer der Immunantwort bewirkt. Aluminium wird auf natürlichem Wege u.a. über die Muttermilch, einige Nahrungsmittel oder über das Trinkwasser aufgenommen und sammelt sich bis zu einem gewissen Maß im Körper an. Die Gesamtmenge an Aluminium in einem Impfstoff liegt bei unter einem Milligramm. Nach einer Impfung ist der Aluminium-Gehalt im Körper kurzzeitig erhöht, der Überschuss ist aber nach wenigen Tagen bereits wieder abgebaut. Die durch eine Impfung aufgenommene Menge liegt deutlich unter dem Maximalwert, der als sicher für den Menschen angesehen wird (siehe Studie). In seltenen Fällen (weniger als 1 von 100 Kindern) kann das Aluminium in Impfstoffen zu einer knötchenartigen Entzündung um die Injektionsstelle herum führen. Dies ist nicht gefährlich, aber ggf. störend, insbesondere wenn die Entzündung über mehrere Monate bestehen bleibt. Kinder, die eine solche Reaktion zeigen, entwickeln möglicherweise eine Aluminium-Kontaktallergie (siehe Studie).
Als weitere Adjuvanzien kommen zum Einsatz:
  • Monophosphoryl-Lipid A: ein gereinigter und inaktivierter Bestandteil von Bakterienzellwänden
  • Squalen: körpereigene Vorstufe von Cholesterin und Steroiden
  • Tocopherol: eine fettlösliche Substanz der Vitamin-E-Gruppe
  • Sorbitantrioleat: eine wachsartige Substanz
Thiomersal ist eine Quecksilberverbindung, die früher hauptsächlich in Multidosen-Impfstoffen als Konservierungsmittel eingesetzt wurde. Diese Impfstoffe werden nicht in einem Zuge verimpft, sondern werden auf mehrere Anwendungen verteilt. Die Hinzugabe von Quecksilber diente dazu eine Kontamination der geöffneten Ampulle mit Bakterien oder Pilzen zu verhindern. Heute wird Thiomersal in Europa nicht mehr in Impfstoffen eingesetzt, was jedoch nicht einer etwaigen Schädlichkeit geschuldet ist, sondern dem globalen Ziel einer verminderten Belastung der Umwelt mit Quecksilber jeglichen Ursprungs. Studien zeigten, dass die Verbindung sich nicht im Körper von Säuglingen ansammelt, sondern innerhalb von 30 Tagen vermutlich über den Stuhl ausgeschieden wird (siehe Studie). Auch ein Zusammenhang zwischen Thiomersal enthaltenden Impfungen und Autismus konnte nicht festgestellt werden (siehe Studie). Eine Stellungnahme der Weltgesundheitsorganisation WHO zu Thiomersal finden Sie hier.
Phenol und Phenoxyethanol dienen heute in manchen Impfstoffen als Konservierungsmittel.
Aus Schweinen gewonnene Gelatine wird einigen Lebendimpfstoffen als Stabilisierungsmittel hinzugegeben, um sie vor temperaturbedingten Schädigungen zu schützen. Die hier eingesetzte Gelatine ist hochrein und in Wasser gelöst und unterscheidet sich somit von der natürlichen Gelatine in Nahrungsmitteln. Auch abgebaute Gelatine, sog. Polygelin, kommt in Impfstoffen zum Einsatz. Vereinzelt treten allergische Reaktionen nach Gelatine enthaltenden Impfungen auf (1 Fall unter 2 Mio Geimpften). Ist eine entsprechende Allergie bekannt, so sollte zuvor der Rat eines Experten eingeholt werden.
Humanes Serum-Albumin ist das mengenmäßig am häufigsten im menschlichen Blut vorkommende Protein. Es wird einzelnen Impfstoffen in sehr geringen Mengen als Stabilisierungsmittel zugegeben. Die Spender, aus deren Blut das Protein gewonnen wird, werden vorab getestet und nach dem Herstellungsprozess besteht generell kein Risiko mehr für eine Übertragung von Krankheitserregern durch das Fremdserum. Auch rekombinant, d.h. mittels Gentechnik, hergestelltes humanes Serum-Albumin findet sich in sehr geringen Mengen in einzelnen Impfstoffen. Hierbei ist keine Extraktion aus menschlichem Blut erforderlich.
Sorbitol wird im menschlichen Körper produziert und findet sich auch in Früchten und Beeren. In Impfstoffen dient es ebenfalls als Stabilisierungsmittel. Die Substanz ist an sich harmlos, Menschen mit einer entsprechenden Allergie oder mit einer Fruktose-Intoleranz sollten jedoch keine Sorbitol enthaltende Impfung bekommen. Weitere Stabilisierungsmittel, die in Impfstoffen zur Anwendung kommen, sind:
  • Zucker (Sucrose, Dextran)
  • Laktose
  • Mannitol (ähnlich zu Sorbitol)
  • Glycerin
  • Harnstoff
  • Medium 199 (eine Lösung, die Aminosäuren („Bausteine“ von Proteinen), Mineralsalze und Vitamine enthält)
  • Mononatriumglutamat (ein Salz der Aminosäure Glutamin)
  • Alanin, Glycin, Arginin (Aminosäuren)
  • Xanthan (kommt auch als Lebensmittelzusatz und in Kosmetikprodukten zur Anwendung)
Polysorbat 80, ein gebräuchlicher Nahrungsmittelzusatz, wird Impfstoffen als Emulgator zugesetzt, um eine gute und gleichmäßige Vermischung der einzelnen Inhaltsstoffe zu gewährleisten. Verglichen mit der Konzentration in Nahrungsmitteln ist die Menge an Polysorbat 80 in Impfstoffen verschwindend gering.
mRNA-Impfstoffen werden Lipid-Nanopartikel zugesetzt. Dies sind winzige Fett-Moleküle, die die mRNA umhüllen und dafür sorgen, dass diese in die menschlichen Körperzellen gelangt und nicht bereits auf dem Weg dorthin abgebaut wird. Studien haben gezeigt, dass Lipid-Nanopartikel nicht die Zellen oder die Gesundheit schädigen.
Detaillierte Übersicht
Eine Liste mit den Inhaltsstoffen aller in Deutschland verfügbaren Impfstoffe finden Sie hier.


Aktualisiert am 25.02.2021, erstellt am 09.03.2017