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Gürtelrose (Herpes zoster)
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, Dr. B. Reckendrees

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Gürtelrose – Was ist das?
Die Gürtelrose, auch Herpes zoster genannt, ist eine sehr häufige Viruserkrankung, an der etwa jeder Fünfte einmal in seinem Leben erkrankt. Betroffen sind vor allem über 50-Jährige.
Wie die Windpocken wird die Gürtelrose durch das Herpes-Zoster-Virus hervorgerufen. Ihr geht sogar immer eine Windpocken-Infektion voraus, bei der einige Erreger unbemerkt im Körper verbleiben. Bei geschwächter körpereigener Abwehr, z.B. durch eine andere Erkrankung, Stress oder das Alter, können die so genannten "schlafenden" Viren wieder aktiv werden. Und so kann es auch noch nach Jahren zum Ausbruch des schmerzhaften, mit Bläschen besetzten Hautausschlages kommen. Die häufigste Komplikation der Gürtelrose sind sehr starke, stechende Schmerzen, die noch Monate oder Jahre, nach dem der typische Hautausschlag abgeklungen ist, anhalten können (postherpetische Neuralgie).
Welche Impfung gibt es?
Die Impfung gegen Gürtelrose ist eine Lebendimpfung, die vorzugsweise in den Oberarm gespritzt wird. Zugelassen ist sie für Personen ab 50 Jahren. Für den Aufbau der Schutzwirkung wird derzeit einmalig geimpft. Dadurch wird das Risiko, an einer Gürtelrose zu erkranken, um etwa 50 % verringert. Sollte die Krankheit trotz Impfung ausbrechen, so heilt sie in der Regel schneller aus und verläuft meist leichter mit deutlich geringerem Risiko für Komplikationen. Da der Impfstoff noch neu ist, ist die Dauer der Schutzwirkung noch nicht genau bekannt.
Gibt es Impfrisiken?
Die Impfung gegen Gürtelrose wird in der Regel gut vertragen. Nicht geimpft werden kann bei: Unverträglichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffes (z.B. Neomycin), oder einem geschwächten Abwehrsystem, z.B. aufgrund einer HIV-Infektion, sowie während der Schwangerschaft. Bei Fieber sollte die Impfung verschoben werden. Nach der Impfung treten häufig leichte Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle sowie Kopfschmerzen auf. Gelegentlich kommt es zu einem gürtelroseähnlichen Hautausschlag. Schwerwiegende allergische Reaktionen sind sehr selten.
Wer übernimmt die Impfkosten?
Zurzeit gehört die Impfung gegen Gürtelrose nicht zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.Einige Krankenkassen erstatten diese Impfung jedoch als freiwillige Satzungsleistung. Eine aktuelle Übersicht finden Sie hier
Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt die Impfung für Erwachsene über 50 Jahre seit Januar 2010.


Aktualisiert am 09.10.2013, erstellt am 20.01.2010


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