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Warum impfen?
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, Dr. B. Reckendrees

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Was spricht für eine Impfung?
Durch Impfungen kann man nicht nur sich selbst, sondern auch andere vor bestimmten, zum Teil lebensbedrohlichen Erkrankungen schützen. Denn je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger Chancen haben Krankheitserreger, sich in der Bevölkerung auszubreiten.
Vergleicht man die Ausbreitung von Krankheiten mit einer Kettenreaktion, so wird schnell deutlich, warum dies so ist. Treffen Krankheitserreger auf einen ungeimpften Menschen, so können sie sich dort zunächst nahezu ungehindert vermehren. Je mehr Erreger vorhanden sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf einen anderen Menschen übertragen werden. Ist dieser nicht geimpft, so läuft die Kettenreaktion weiter.
Ist dieser Mensch jedoch geimpft, so erkennt das körpereigene Abwehrsystem die Eindringlinge und tötet sie relativ schnell ab. Dies hat nicht nur zur Folge, dass man selbst nicht erkrankt, sondern damit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass andere Menschen angesteckt werden.
Bei hohen Durchimpfungsraten können Säuglinge, die noch nicht geimpft werden können, und auch andere Personen, bei denen keine Impfung möglich ist, vom Impfschutz der anderen profitieren. Man bezeichnet dies auch als "Herdenschutz".
"Herdenschutz" leidet unter Impfmüdigkeit
Während Kinder und Jugendliche in der Regel einen umfassenden Impfschutz haben, stellt sich mit zunehmendem Alter oft eine gewisse Impfmüdigkeit ein. Sinkt die Durchimpfungsrate, so leidet darunter der "Herdenschutz". Betroffen sind davon alle, die nicht geimpft sind bzw. nicht geimpft werden können.


Aktualisiert am 22.02.2013, erstellt am 03.12.2007