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Mumps
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, Dr. B. Reckendrees

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Wann ist eine Impfung für Erwachsene sinnvoll?
Erwachsene, vor allem Männer, die noch keinen Mumps hatten bzw. noch nicht geimpft sind, sollten sich impfen lassen, wenn sie im Gesundheitsdienst, in Gemeinschaftseinrichtungen oder in der Kinderbetreuung tätig sind.

Mumps – Was ist das?
Mumps, auch Ziegenpeter genannt, ist eine sehr ansteckende Krankheit, die durch Viren hervorgerufen wird. Mumpsviren sind weltweit verbreitet. Durch eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse kommt es zum klassischen Krankheitsbild - der geschwollenen Wange.
Ungeimpft steckt man sich meist bereits schon als Kind an, aber auch vor Erwachsenen macht der Ziegenpeter keinen Halt. Besonders bei Kindern verläuft die Erkrankung oft mild und heilt folgenlos aus. Zum Teil treten jedoch Komplikationen mit Folgeschäden auf, darunter bleibende Hörschäden bis hin zu Taubheit sowie Unfruchtbarkeit. Betroffen sind vor allem Jungen und junge Männer. Eine Impfung kann vor solchen Dauerschäden schützen.
Welche Impfung gibt es?
Die Impfung gegen Mumps ist eine Injektionsimpfung mit zuverlässiger Schutzwirkung. Es handelt sich dabei um eine Lebendimpfung. Da kein einzelner Mumpsimpfstoff verfügbar ist, kann nur in Kombination mit den Impfungen gegen Masern und Röteln geimpft werden. Die erste Impfung erfolgt in der Regel im Alter von 11 bis 14 Monaten, die zweite zwischen dem 15. und 23. Monat. Zwischen erster und zweiter Impfung muss mindestens ein Abstand von 4 Wochen liegen. Auch Jugendliche und Erwachsene können gegen Mumps geimpft werden.
Gibt es Impfrisiken?
Nicht geimpft werden kann bei: Unverträglichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffes, speziell Hühnereiweiß, und einem geschwächten Abwehrsystem, z.B. aufgrund einer HIV-Infektion, sowie während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit. Bei akuter, fieberhafter Erkrankung sollte die Impfung erst 2 Wochen nach der Genesung erfolgen. Kinder können nicht vor dem 9. Lebensmonat geimpft werden. Nach der Impfung treten manchmal leichte Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle auf. Gelegentlich kommt es zu Fieber. Selten tritt eine leichte mumpsähnliche Erkrankung auf. Schwerwiegende Komplikationen sind sehr selten.
Wer übernimmt die Impfkosten?
Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr wird die Mumpsimpfung von den Krankenkassen getragen. Die Erstattung bei Erwachsenen hängt vom Grund der Impfung ab. Beruflich bedingte Impfungen werden in der Regel vom Arbeitgeber übernommen.
Privat Versicherte sollten sich bei ihrer Versicherung bzw. anhand des persönlichen Vertrages informieren.


Aktualisiert am 26.02.2013, erstellt am 28.11.2007


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