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Hepatitis A
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, Dr. B. Reckendrees

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Für wen besteht ein erhöhtes berufliches Risiko?
Für folgende Berufsgruppen empfiehlt sich eine Impfung gegen Hepatitis A: Personal in medizinischen und psychiatrischen Einrichtungen, Personal in Kindertagesstätten und Personen, die bei Kanalisations- und Klärwerksarbeiten mit Abwasser in Kontakt kommen.

Hepatitis A - Was ist das?
Hepatitis A ist eine Form der Gelbsucht, die durch bestimmte Viren (Hepatitis A-Viren) hervorgerufen wird. Das Virus ist weltweit verbreitet, besonders jedoch in tropischen Ländern (siehe Karte). Jährlich erkranken weltweit etwa 1,4 Millionen Menschen an dieser Form der Gelbsucht. In Deutschland werden pro Jahr rund 1.000 Erkrankungen gemeldet. Bei etwa der Hälfte der Erkrankten erfolgt die Ansteckung während einer Reise. Das größte Risiko für Reisende besteht bei Reisen nach Afrika, Lateinamerika, Ost- und Südostasien sowie auf den Indischen Subkontinent.
Neben Reisenden wird eine Hepatitis A-Impfung beispielsweise Personen mit Lebererkrankungen, homosexuell aktiven Männer, Bewohnern von Fürsorgeeinrichtungen und Personen mit berufsbedingtem Ansteckungsrisiko (z.B. medizinisches Personal) empfohlen.
Welche Impfung gibt es?
Die Impfung gegen Hepatitis A ist eine Injektionsimpfung mit zuverlässiger Schutzwirkung. Um einen Impfschutz für mindestens 25 Jahre aufzubauen, sind zwei Impfungen im Abstand von 6-18 Monaten notwendig. Die Impfung kann mit der Impfung gegen Hepatitis B oder Typhus kombiniert werden. Bei einer gleichzeitigen Hepatitis B-Impfung sind drei Impfungen notwendig.
Darüber hinaus gibt es noch eine so genannte passive Impfung. Diese soll bei Verdacht auf eine Ansteckung den Ausbruch der Krankheit verhindern. Die STIKO empfiehlt sie nur ungeimpften Personen mit gesundheitlichem Risiko.
Gibt es Impfrisiken?
Bei bekannter Unverträglichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffs sowie während einer Schwangerschaft bzw. der Stillzeit sollte nur unter strenger Risiko-Abwägung geimpft werden. Kinder können erst nach vollendetem 1. Lebensjahr geimpft werden. Bei akuter, behandlungsbedürftiger Erkrankung sollte die Impfung bis zur Genesung verschoben werden. Nach der Impfung können leichte Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle auftreten. Außerdem kann es je nach Impfstoff kurzzeitig zu einem leichten Krankheitsgefühl und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Selten treten allergische Hautreaktionen auf.
Wer übernimmt die Impfkosten?
Die Impfung gegen Hepatitis A ist keine Standardleistung der Krankenkassen. Liegt jedoch eine Empfehlung der STIKO vor, so wird sie von den Krankenkassen übernommen. Ausnahmen sind berufsbedingte Impfungen und Reiseimpfungen. Beruflich bedingte Impfungen zahlt in der Regel der Arbeitgeber. Zahlreiche gesetzliche Krankenkassen sind dazu übergegangen, Impfungen für private Auslandsreisen zu übernehmen. Eine Liste der betreffenden Krankenkassen finden Sie in der Rubrik „Kostenerstattung“ auf der Internetseite des CRM Centrum für Reisemedizin.
Privat Versicherte sollten sich bei ihrer Versicherung bzw. anhand des persönlichen Vertrages informieren.


Aktualisiert am 09.01.2014, erstellt am 28.11.2007


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