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Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, Dr. B. Reckendrees

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Wann können Kinder geimpft werden?
Die STIKO empfiehlt eine Impfung gegen Haemophilus influenza (Hib) für Säuglinge und Kinder ab dem 3. Lebensmonat bis zum Alter von 4 Jahren. In der Regel wird sie mit anderen Impfungen kombiniert, darunter die gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio) und Hepatitis B.

Haemophilus influenzae (Hib) – Was ist das?
Das Bakterium Haemophilus influenzae Typ B, kurz Hib genannt, wird häufig mit dem Virus, das die echte Grippe (Influenza) verursacht, verwechselt. Die beiden Krankheitserreger sind jedoch nicht miteinander verwandt. Das weltweit verbreitete Bakterium befällt die oberen Atemwege und kann vor allem bei Kindern bis zum 5. Lebensjahr lebensbedrohliche Erkrankungen hervorrufen. Im Jahre 1990 sprach die STIKO für alle Kinder bis 4 Jahre eine Impfempfehlung aus. Seitdem sind Hib-Erkrankungen im Kindesalter drastisch zurückgegangen.
Welche Impfung gibt es?
Die Impfung gegen Haemophilus influenzae (Hib) ist eine Injektionsimpfung mit zuverlässiger Schutzwirkung. Für Säuglinge werden ab dem 3. Lebensmonat 3 Impfungen im Abstand von je 4 Wochen und eine weitere Impfung nach 6 Monaten empfohlen. Geimpft werden sollten auch Personen, bei denen die Milz entfernt wurde bzw. die Funktion der Milz gestört ist.
Gibt es Impfrisiken?
Bei bekannter Unverträglichkeit gegen Bestandteile sollte nur unter strenger Risiko-Abwägung geimpft werden. Eine akute, fieberhafte Erkrankung ist ein Grund für eine Verschiebung der Impfung bis zur Genesung. Nach der Impfung können leichte Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle auftreten. Außerdem kann es kurzzeitig zu erhöhter Temperatur, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Selten treten allergische Hautreaktionen auf.
Wer übernimmt die Impfkosten?
Die Impfung gegen Haemophilus influenza (Hib) im Säuglings- und Kleinkindalter (bis zum 4. Lebensjahr) sowie bei Personen ohne Milz bzw. mit geschwächter Milz gehört zu den Standardleistungen der Krankenkassen und wird daher von diesen übernommen.


Aktualisiert am 26.02.2013, erstellt am 28.11.2007


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