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Hepatitis B
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, Dr. B. Reckendrees

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Wann können Kinder geimpft werden?
Seit 1995 empfiehlt die STIKO eine Impfung gegen Hepatitis B bereits für Säuglinge ab dem 3. Lebensmonat. In der Regel wird sie in diesem Alter mit anderen Impfungen kombiniert, darunter die gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio) und Hib (Haemophilus influenzae).

Hepatitis B - Was ist das?
Hepatitis B ist eine Form der Gelbsucht, die durch bestimmte Viren hervorgerufen wird. Sie ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Welt. Besonders verbreitet ist sie in tropischen Gebieten Afrikas, Südostasiens und Südamerikas (siehe Karte). Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben weltweit bereits etwa 2 Milliarden Menschen eine Hepatitis B-Erkrankung durchgemacht. Nicht bei allen Erkrankten heilt sie folgenlos aus, sodass sich eine chronische Hepatitis, bei der tödliche Spätfolgen auftreten können, entwickeln kann. In Deutschland ist einer von 100-200 Menschen chronisch an Hepatitis B erkrankt, in einzelnen tropischen Ländern mindestens jeder Fünfte.
Die Hepatitis B-Impfung wird Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen, die bestimmten Risikogruppen (z.B. medizinisches Personal) angehören, empfohlen. Die Impfung schützt im Übrigen auch vor einer Hepatitis D-Erkrankung.
Welche Impfung gibt es?
Die Impfung gegen Hepatitis B ist eine Injektionsimpfung. Für Säuglinge werden ab dem 3. Lebensmonat 3 Impfungen im Abstand von je 4 Wochen und eine weitere Impfung nach 6 Monaten empfohlen. Jugendliche und Erwachsene, die noch nicht gegen Hepatitis B geimpft wurden, erhalten 3 Impfungen (am Tag 0, 28 und nach 365 Tagen). Bei erfolgreicher Grundimmunisierung bietet die Impfung einen zuverlässigen Schutz für mindestens 10 Jahre. Für die Impfung stehen mehrere Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung, sodass gleichzeitig gegen verschiedene Krankheiten geimpft werden kann.
Gibt es Impfrisiken?
Bei bekannter Unverträglichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffes sowie während einer Schwangerschaft sollte nur unter strenger Risiko-Abwägung geimpft werden. Eine akute, behandlungsbedürftige Erkrankung ist ein Grund für eine Verschiebung der Impfung bis zur Genesung. Nach der Impfung können leichte Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle auftreten. Außerdem kann es kurzzeitig zu erhöhter Temperatur, Husten, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Selten treten allergische Hautreaktionen auf.
Wer übernimmt die Impfkosten?
Krankenkassen übernehmen die Impfung gegen Hepatitis B (Gelbsucht) bis zum 18. Lebensjahr. Die Erstattung bei Erwachsenen hängt von dem Grund der Impfung und der jeweiligen Krankenversicherung ab. Privat Versicherte sollten sich bei ihrer Versicherung bzw. anhand des persönlichen Vertrages informieren.
Zahlreiche gesetzliche Krankenkassen sind dazu übergegangen, Impfungen für private Auslandsreisen zu übernehmen. Eine Liste der betreffenden Krankenkassen finden Sie in der Rubrik „Kostenerstattung“ auf der Internetseite des CRM Centrum für Reisemedizin.


Aktualisiert am 26.02.2013, erstellt am 28.11.2007


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