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Diphtherie (Krupphusten)
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, Dr. B. Reckendrees

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Wann können Kinder geimpft werden?
Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Diphtherie bereits für Säuglinge ab dem 3. Lebensmonat. In der Regel wird sie in diesem Alter mit anderen Impfungen kombiniert, darunter die gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio), Hib (Haemophilus influenzae) und Hepatitis B.

Diphtherie – Was ist das?
Die Diphtherie, auch "echter Krupp" genannt, ist eine sehr ansteckende und lebensgefährliche Erkrankung, die durch Bakterien (Corynebacterium diphtheriae) hervorgerufen wird. Die Erreger kommen weltweit vor. Vor Einführung der Impfung war die Diphtherie eine gefürchtete Erkrankung, von der häufig Kinder betroffen waren. Aufgrund zahlreicher Impfprogramme ist die Zahl der Erkrankungen in den letzten 75 Jahren jedoch drastisch zurückgegangen. In Deutschland und anderen Industrienationen tritt sie heute kaum noch auf, während sie in anderen Ländern wie beispielsweise Afghanistan, Indonesien und einigen afrikanischen Ländern immer noch verbreitet ist.
Welche Impfung gibt es?
Die Impfung gegen Diphtherie ist eine Injektionsimpfung. Um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen, sind drei Impfungen notwendig. Mit dieser Grundimmunisierung sollte möglichst ab dem 3. Lebensmonat begonnen werden. Bei Kindern wird dann meist 6 Monate nach der letzten Impfung und nach 5 Jahren noch einmal aufgefrischt. Danach ist alle 10 Jahre eine Auffrischung notwendig. Nach erfolgreicher Grundimmunisierung und regelmäßiger Auffrischung bietet die Impfung einen zuverlässigen Schutz.
Gibt es Impfrisiken?
Bei bekannter Unverträglichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffes sollte nur unter strenger Risiko-Abwägung geimpft werden. Bei akuter Erkrankung sollte erst 2 Wochen nach der Genesung und während einer Schwangerschaft möglichst nicht in den ersten 3 Monaten geimpft werden. Nach der Impfung können leichte Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle auftreten. Außerdem kann es kurzzeitig zu erhöhter Temperatur, Husten, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Selten treten allergische Hautreaktionen auf.
Wer übernimmt die Impfkosten?
Die Impfung gegen Diphtherie gehört zu den Standardleistungen der Krankenkassen und wird daher von diesen übernommen.


Aktualisiert am 26.02.2013, erstellt am 28.11.2007


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